2. Demonstration der Bürgergemeinschaft gegen den Flugplatzausbau und Aufruf an die Bürger Einspruch einzulegen.

Zunächst über 130 Bürger folgten am 17.10.2004 dem Aufruf der Bürgergemeinschaft und der FWG Altlußheim zu einer Kundgebung gegen den Flugplatzausbau und schließlich über 250 Bürger beteiligten sich an dem folgenden Demonstrationszug vom Altpörtel zum Stadthaus. Viele legten dort noch mit uns Einspruch ein.

Bericht in der Online-Zeitung "Speyer-Aktuell"

 

Gemeinsame Aktion der Bürger von Speyer und betroffenen Nachbargemeinden.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

am 26. Mai 2005 mittags setzte beim Anflug auf den Speyerer Flugplatz wieder einmal bei einem Flugzeug der Motor aus. Dieses mal – nach drei tödlichen Abstürzen – gelang eine knappe Notlandung, wobei der Pilot Bäume und Autos rasierte. Die Menschen auf der vollbesetzten Terrasse des Naturfreundehauses kamen mit dem Schrecken davon.

Wäre ein Düsenjet statt des Propellerflugzeuges dort heruntergekommen, hätte dessen Kerosin - wie in Ramstein - die Menschen dort in einer Feuerwalze verbrannt.
In Ramstein verbrannten weniger als 1,4 Tonnen Kerosin. Der zur Zeit in Speyer stationierte Dassault Falcon 2000EX des BASF-Vorstandes schleppt maximal eine Last von 7,5 Tonnen Kerosin in die Luft. Nach der beschlossenen Verlängerung der Landebahn Speyer werden Geschäftsjets mit mehr als 10 Tonnen Kerosin dort häufig starten und landen.
36 % aller Flugzeugabstürze passieren während der Startphase. 55 % aller Flugzeugabstürze geschehen während der Landesphase. Das heißt, 91 % aller Abstürze betreffen den Bereich der Start- und Landezone der Flugplätze.

Deshalb dürfen Wohngebiete, Freizeitanlagen und -gebiete, in denen sich viele Menschen aufhalten, dürfen gefährliche und gefährdete Industrieanlagen wie Raffinerien, Chemiewerke, Tanklager und Atomkraftwerke nicht im Start- und Landebereich von Flughäfen liegen.

Der Start- und Landebereich muss stattdessen über Wiesen, Äcker und Wälder führen, so unsere Meinung. Angesichts der Tatsache, dass beim eingeleiteten Planfeststellungsverfahren keine Risikobewertung durchgeführt wurde, sprechen sich die Bürgergemeinschaft Speyer und die Altlußheimer Gemeinderatsfraktionen, gegen diese „hemdsärmlige“ Planung aus.

Wir die „Bürgergemeinschaft Speyer“ rufen Sie daher auf, zusammen mit unseren Nachbarn am

Montag, den 17.10.2005 um 18.30 Uhr
am
Altpörtel in Speyer,

gegen diese Planung Ihre Stimme zu erheben und dort noch die Möglichkeit zu nutzen, Ihre Bedenken gegen das am Dienstag, den 18.10.2005 ablaufende Planfeststellungsverfahren einzulegen.
Für eine sichere und gesunde Zukunft.

Viele dankende Grüße

Claus Ableiter, Oliver Geis, Rainer Hofmann, Peter Radigk

 

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